óle, die Sicherheitswacht

Mit einer sehr reißerischen Überschrift titelte ein lokales Internetmedium den Start der Freiluftsaison der rosenheimer Sicherheitswacht: „Ordnungsdienst startet Freiluftsaison„.

In dem Artikel ist ein Actionreiches Bild zu sehen, indem zwei Held_innen einen Sprengsatz an einem allem Anschein nach widerrechtlich abgestelltes Fahrrad befestigen. Mehr Action geht nicht!!
Dass die „Sicherheitskasperln“, wie sie im Volxmund auch liebevoll genannt werden, stehen aber nicht nur auf Anpöbeln und Sachen in die Luft jagen: Dass sie und ihre Befürworter_innen auch intellektuell was drauf haben, zeigt eine Stichprobe aus der Pressemitteilung des Ordnungsamt. Hier kommen Wörter wie „primitiv“ „präventiv“ , „Präsenz“ oder „Zivilcourage“ vor.

Wenn wir jetzt eure Sympathie mit dem HIlfs-NachfolgerNazis erreichen konnten, könnt ihr ihnen auf ihrem Weg “ unsere Stadt weiter lebens- und liebenswert zu erhalten“ behilflich sein, wenn ihr bei beobachteten Gräueltaten, wie falsch abgestellte Fahräder, Alkoholkonsum oder natürlich Schmiererein die Nummer 08031/ichhabekeinlebenundversuchemichdadurchzuidentifizierendassichein_edeutschevorzeigebürgerinbin wählt.

Danke für die Mithilfe.

Ein Gespenst geht um in Rosenheim

So hätte die Überschrift geheißen, wäre uns nicht ein Philosophenkollektiv mit ähnlichen Worten zuvorgekommen. Desswegen gestalten wir sie um in: „Es geht ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Rosenheim herum“

Zumindest könnte es so sein. Immerhin sind in den Lokalmedien gleich 2 (!) Meldungen über Göttliche Abbilder im Landkreis in zwei Tagen geschaltet worden.

In dem ersten ging es um den ranzligen Wiesenexpress, welcher im August/September immer von Lederlatz Lederhosen und Dirndeltragenden, meist kotzenden und geistig noch nicht ganz im mittelalter angekommenen Urbayern genutzt wird, um weite Wegstrecken in kurzer Zeit zurückzulegen. Unter Jahres fährt der Zug auf der Strecke Rohrdorf-Rosenheim, und ist in Kiefersfelden kurzzeitig abgestellt worden. Das Bild haben wir leider nicht in Original zu Gesicht bekommen, und einzig die Presse hat ein sehr schäbiges Foto davon hochgeladen.

http://www.rosenheim24.de/news/rosenheim/polizei/kiefersfelden-wiesn-express-graffiti-besprueht-rosenheim24-2700959.html

Der zweite Artikel ging am Tag danach online, mit der Überschrift „Graffittis auf der Nikolauskirche“. Davon hat gibt es jedoch in dem Onlineportal keine Bilder, unser Team versucht sich der Sache anzunehmen.

http://www.rosenheim24.de/news/rosenheim/polizei/rosenheim-stadtgebaeude-durch-graffitis-beschaedigt-rosenheim24-2701996.html

Die Leser_innenschaft dieses Portals reaktierte aber sehr angemessen auf die Vorfälle, indem sie sich Zustände wie in Singapur (welche selbst geschildert waren!) wünschte:

„Die üblichen Strafen für solchen Frefel sind bei uns nicht abschreckend genug. In Singapur gibt es dafür 8 Stockschläge, 6 Monate Knast und noch eine saftige Geldstrafe dazu. Der letzte den es erwischte war ein Schweizer Staatsbürger der sich einbildete eine U-Bahn verschönigen zu müssen.“

Wo wir auch gleich beim Thema wären: Um sich die Stockschläge abzuhohlen, muss die Täter_in erstmal gefasst werden. Hinweise zur Aufklärung der Tat gehen bitte an:

08031/ fickdickdochselber